Darum ist Fett nicht gleich Fett !

Fett- und Bindegewebe vs. Eingeweidefett

Der Begriff „Körperfettanteil“ definiert den Anteil des angelagerten Fettes in Relation zu der Gesamtmasse beziehungsweise zum gesamten Körpergewicht. Diese Kennzahl unterscheidet allerdings nicht in das subkutane und das viszerale Fett.

Subkutan ist das Unterhautfett, umgangssprachlich auch als Bindegewebsfett bekannt. Es bildet sich über den Muskeln sowie unter der Haut. Das subkutane Fett entwickelt sich bei jedem Menschen in den Fettzellen. Im Alter von etwa zwölf Jahren ist dieser Fettbildungsprozess beendet. Die so gebildeten Fettzellen können bis zu einer gewissen individuellen Menge Fettsäure, die Lipide speichern. Ist eine Zelle gefüllt, bildet sich eine neue, und so weiter und so weiter. Dieser Prozess hat den erfreulichen Vorteil, dass die so gespeicherte und gebildete Energie erhalten bleibt und nicht verlorengeht. Umgekehrt bleibt diese einmal gebildete Fettzelle bestehen; sie bildet sich nicht zurück.

Das viszerale Fett ist die Fettschicht im Bauchraum, und zwar unterhalb der Muskelschicht zwischen den Organen. Aufgrund dieser Fettablagerung wird umgangssprachlich vom Eingeweide- oder vom Bauchfett gesprochen. Es schützt einerseits die inneren Organe, ist andererseits aber auch ein gesundheitlicher Risikofaktor. Zu den Risiken gehören verschiedene Herzerkrankungen, Diabetes oder der Schlaganfall.

Fettgewebe ganz allgemein ist das aus einer Vielzahl von Fettzellen bestehende Bindegewebe. Stimmt die Relation von Körperfett zu Körpergewicht nicht mehr, dann werden Begriffe wie Fettleibigkeit, Rettungsring, Hüftgold bis hin zur Adipositas als Fettsucht verwendet. Kurz gesagt: zu viel Fett am Körper ist gesundheitschädlich und wirkt optisch störend. Je mehr Fett der Körper speichert, umso voller wird jede einzelne Fettzelle. Unerfreulich daran ist, dass sich der Körper selbst aussucht wo und an welchen Stellen das Fett gespeichert wird. Auf diese, wie man sagt natürliche Veranlagung hat der Betroffene selbst keinen Einfluss. Zu den Aufgaben des Körperfetts gehören neben dem Schutz der Organe die Gewinnung und Speicherung von Energie, die Hormonproduktion sowie eine wohltuende Wärmeisolierung.

Jeder hat mit dem Fett seine Problemzone

Weder der Fettauf- noch der Fettabbau kann direkt beeinflusst werden. Die für den Mann übliche Problemzone ist der Bauch, die der Frau sind ihre Hüften. Das überschüssige Fett gezielt, also nur am Bauch oder ausschließlich an den Hüften abzubauen, ist schwierig bis kaum möglich. Die überflüssigen, in dem Sinne abbaubaren Fettreserven werden ganz überwiegend mit dem viszeralen, dem Eingeweidefett aufgebaut. Es ist in dem Sinne aktiv, dass es schnell auf- und vergleichbar schnell wieder abgebaut wird. An diesem Punkt muss angesetzt werden, um Fett zu verlieren, sprich Gewicht abzunehmen. Möglich wird das mit einer körperlichen Betätigung, bei der diese zunächst aufgebauten Fettreserven schnell wieder abgebaut, wie man sagt verbraucht oder verbrannt werden.

Dabei sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:

• Mit steigendem Alter nimmt das Speichern von Körperfett zu. Dem kann im Laufe der Jahre mit mehr Sport als bisher entgegengewirkt werden.

• Für ein leichtes bis starkes Übergewicht gibt es unterschiedliche sowie mehrere Ursachen. Zu den häufigen gehören Stress und Essstörung, mangelndes Wissen über eine gesunde Ernährung sowie als häufigster Grund die unsachgerechte, sprich falsche Ernährung.

• Krankheitsbedingte Ursachen für zu viel Körperfett mit der Folge von Übergewicht sind Hypothyreose als Schilddrüsenunterfunktion sowie Diabetes Mellitus Typ II.

• Die Adipositas ist eine Erberkrankung aufgrund des defekten Chromosoms 16 als einem von insgesamt 23 Chromosomenpaaren. Nach Erkenntnis des Universitätsklinikums Lausanne liegt der Anteil von fettleibigen Menschen mit Adipositas bei unter ein Prozent.

Als Fazit bleibt festzuhalten

dass Fett nicht gleich Fett ist. Eine gesunde Ernährung ist der Schlüssel zur Verbesserung sowohl des subkutanen als auch des viszeralen Körperfettanteils mit dem Ergebnis, gesünder zu sein und sich gesünder zu fühlen.

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